Die Demonstration hat drei thematische Schwerpunkte:

  1. Die Forderung nach umfassender Aufklärung des Versagens der Behörden und die Aufdeckung der zugrunde liegenden rassistschen Grundeinstellung
  2. Die Aufdeckung der engen Verflechtung und Verstrickung von Verfassungsschutz und Naziszene
  3. Die Solidarität mit den Opfern und ihren Angehörigen.

Daraus ergeben sich klare und deutlichen Forderungen. Die Demonstration wird diese auch kämpferisch formulieren.

Da die Demonstration zum Prozessauftakt stattfindet, werden eine Reihe von Angehörigen der Opfer teilnehmen und sprechen. Das verlangt aber auch, dass wir die Solidarität mit diesen Angehörigen – die durch das Verhalten der Ermittlungsbehörden jahrelang kriminalisiert und traumatisiert wurden – zeigen. Dies muss auf eine Art und Weise geschehen, die von den Angehörigen mit getragen werden kann und die ihre Rolle nicht instrumentalisiert.

Deshalb hat das Münchner Bündnis gegen Naziterror und Rassismus beschlossen, dass die Demonstration einen kämpferischen, aber gleichzeitig offenen Charakter haben soll. Eine klassische Blockbildung soll vermieden werden. Vielmehr wollen wir durch die Teilnahme vieler antirassistischer Gruppen, die sich bewusst mit AntifaschistInnen mischen, auch zeigen, dass sich Antifaschismus und Antirassismus hier zusammenschliessen.

Die Spitze der Demonstration wird die Vielfalt des Bündnisses widerspiegeln. Dort soll es keine Parteifahnen geben, sondern nur ein Fronttransparent sowie weitere inhaltliche Aussagen. Nationalfahnen sind in der Demonstration nicht erwünscht.