Archiv für April 2014

AKTIONSTAGE IN REGENSBURG

Anlässlich des ersten Jahrestages des NSU-Prozesses werden in Regensburg am 5. und 6. Mai Aktionstage “Gegen Naziterror, rassistische Zustände und den Verfassungsschutz” stattfinden. Ein breites Bündnis veranstaltet dort eine Podiumsdiskussion und eine Demonstration. Alle Infos finden sich (hier).

Am 6. Mai 2013 begann in München der Prozess gegen die mutmaßliche NSU-Terroristin Beate Zschäpe und die als Unterstützer angeklagten André Eminger, Holger Gerlach und Carsten Schultze. Obgleich im Laufe der Verhandlung einige wichtige neue Fakten bekannt wurden, etwa ein wohl vom NSU durchgeführter Sprengstoffanschlag auf die Gaststätte eines türkischen Inhabers im Jahr 1999 in Nürnberg, lässt der Prozess mehr Fragen offen als er beantwortet. Ausgehend vom Versprechen der Bundeskanzlerin Angela Merkel bei der zentralen Gedenkveranstaltung für die Opfer des NSU-Terrors im Februar 2012, „alles zu tun, um die Morde aufzuklären und die Helfershelfer und Hintermänner aufzudecken und alle Täter ihrer gerechten Strafe zuzuführen“, stellten die Anwältinnen und Anwälte der Familien der NSU-Opfer im Februar 2014 ernüchtert fest.

(Der komplette Aufruf)

PRESSEKONFERENZ DER DIDF AM 6. MAI

Am 6. Mai 2014 jährt sich zum ersten mal der Beginn des NSU-Prozesses. Aus diesem Anlass lädt die Föderation demokratischer Arbeitervereine (DIDF) am 6.05.2014 zu einer Pressekonferenz vor dem Oberlandesgericht. Um den Angehörigen der Opfern zu zeigen, dass diese nicht alleine sind, rufen sie Antifaschist_innen zur Teilnahme auf. An der Veranstaltung beteiligen sich u.a. Anwält_innen und Vertreter_innen antifaschistischer Organisationen. Beginn ist 12 Uhr.

DIE INITIATIVE „KEUPSTRASSE IST ÜBERALL“

10 Jahre nach dem Bombenanschlag des NSU möchte die Kölner Initiative „Keupstraße ist überall“ ein Zeichen gegen Rassismus und für Zusammenhalt setzen.

Die Initiative „Keupstraße ist überall“ hat sich zum Ziel gesetzt:

* die betroffenen Menschen aus der Keupstraße zu unterstützen und gemeinsam ein Zeichen gegen Rassismus und Ausgrenzung zu setzen

* den Mut der ZeugInnen zu stärken, den Angeklagten gegenüber zu treten, beim Prozess in München zu zeigen, dass die Nazis und ihre HelferInnen in Gesellschaft, Polizei und Geheimdienste ihr Ziel der Terrorisierung und Vertreibung nicht erreichen werden

* mit Nachdruck deutlich zu machen, dass die Nazianschläge sich gegen alle richten, die eine offene Gesellschaft wollen,

* dass die staatlichen Behörden den Verletzten und Angehörigen eine Entschuldigung anbieten und sie angemessen entschädigen.

Wir wollen das Zusammenleben der Menschen unterschiedlicher Herkunft in den Stadtvierteln vertiefen und uns auch in Zukunft eindeutig gegen alle Formen rassistischer Gewalt zur Wehr setzen.

Keupstraße ist überall.