Archiv für Juli 2014

8. JULI: VERANSTALTUNG ZU RECHTSTERRORISMUS

Rechtsterrorismus tötet europaweit

In Kooperation des KEV mit dem Arbeitskreis gegen Rechts bei Verdi; dem Bündnis gegen Naziterror und Rassimus; der VVN-BdA Bayern


„2011: 77 Morde durch Anders Breivik in Norwegen. Aufdeckung der 10 Morde des NSU in Deutschland. Die europäische Dimension des Terrors von Rechts erkennen und bekämpfen.

Am 22. Juli 2011 tötete der bekennende Rassist und Rechtsextremist Anders Breivik 77 Menschen. Zunächst zündete er eine Bombe im Regierungsviertel in Oslo, die acht Menschen tötete – danach fuhr er auf die Insel Utøya und tötete weitere 69 junge Menschen, die an einem Sommercamp der Norwegischen Arbeiterpartei teilnahmen. Alle, die dem Massaker entkamen, sind für den Rest ihres Lebens traumatisiert. Breivik ist verurteilt – aber wurde der Hintergrund wirklich aufgeklärt? War er wirklich ein geisteskranker Einzeltäter oder gab es europaweite Vernetzungen Breiviks?
Der Aktivist Bjørn Ihler ist Überlebender des Anschlags auf der Insel Utøya, der unter Lebensgefahr Verantwortung aber vor allem auch nach der Ideologie im Hintergrund: Den rassistischen Hass eines Anders Breivik auf die multikulturellen Gesellschaften Europas, auf MigrantInnen und Flüchtlinge.
Dieser Hass hat auch den NSU mehr als ein Jahrzehnt angetrieben. Im Untergrund töteten die Mitglieder des NSU 9 MigrantInnen und eine Polizeibeamtin und verübten mindestens zwei Bombenanschläge.
Derzeit wird vor dem Oberlandesgericht in München gegen Beate Zschäpe und vier weitere Angeklagte verhandelt. Der Prozess zeigt in erschütternder Offenheit die rassistischen Strukturen in Behörden und Gesellschaft, die das Nichterkennen einer rassistischen Mordserie überhaupt erst möglich gemacht haben.
Beide Geschehen, die seit 2011 die Gesellschaft erschüttern, sind Elemente eines europaweiten Netzwerkes des rechtsterroristischen Terrors, das gegen Zuwanderung, Migration und europäische Vereinigung kämpft. Der Kampf gegen den Rechtsterrorismus ist ein Kampf, der europäisch gedacht und geführt werden muss.“

Mit:
-Bjørn Ihler, Überlebender des Breivik-Anschlags, Aktivist und Filmemacher aus Norwegen
-Angelika Lex, Rechtsanwältin, Vertreterin der Nebenklage im NSU-Verfahren
-Dr. Mehmet Daimagüler, Rechtsanwalt, Vertreter der Nebenklage im NSU-Verfahren

Einlassvorbehalt:
„Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organi-sationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Er-scheinung getreten sind, sind von der Veranstaltung ausgeschlossen.“

8. Juli 2014, 19.00 Uhr im „EineWeltHaus“, Schwanthaler Straße 80